Arbeitsfelder

Magerrasen:

Die genaue Bezeichnung lautet „Trespen-Halbtrockenrasen“. Die Hänge mit kalkhaltigen Böden sind meistens südlich exponiert, und bieten somit Heimat für wärmeliebende Insekten und zahlreiche Orchideen.  Zeitgerechte Mahd und der Verzicht auf Dünger jeder Art begünstigen die weitere Entwicklung. Eine Fläche wird nie vollständig gemäht, um Rückzugsgebiete und die Möglichkeit zur Verbreitung der Samen zu erhalten. Die Wiesenpflege ist der größte Aufwand und eindeutiger Schwerpunkt der Vereinsarbeit.

Teichanlagen:

In einer Umwelt mit befestigten Wegen ohne Pfützen und intensiver Land- und Forstwirtschaft gibt es kaum noch Laichmöglichkeiten und Lebensräume für Amphibien. In den Teichanlagen der Ortsgruppe tummeln sich Frösche, Kröten und Molche, Ringelnattern leben in der Umgebung. Die regelmäßige Reinigung der Teiche und ihrer Randbereiche  erfolgt meist im Spätwinter vor Beginn der Laichzeit.

Bachlauf:

Der Verein hat die Patenschaft für den namensgebenden Meerbach. Die Wasserqualität ist besonders vor den Ortschaften hervorragend, zahlreiche Kleinstlebewesen bevölkern den  Bachgrund. In den Schlammbänken fühlt sich das Bachneunauge wohl. Die Wasseramsel brütet regelmäßig, auch im Ortsgebiet unter Brücken. Deshalb muss der Raum über der Wasseroberfläche freigeschnitten werden, damit diese tief fliegenden Vögel nicht im Bereich der Straße unterwegs sind.

Nisthilfen:

Die Nistmöglichkeiten für Vögel und Insekten werden durch moderne Bauweise und den Mangel an alten Bäumen, Gemäuern und Brachflächen immer weniger. Deshalb werden von der Brutröhre für Eulen über Singvogelnistkästen bis zur Nisthilfe für Hummeln und Wildbienen artgerechte  künstliche Höhlen ausgebracht und betreut.

Obstbäume:

Streuobstwiesen prägten einst die dörfliche Umgebung. Die Erhaltung dieses Lebensraums mit seiner reichen Gliederung ist sehr wichtig. Seit Jahrzehnten organisiert der Verein Sammelbestellungen für Obstbäume für die Bevölkerung. Schnitt-und Pflegekurse werden ergänzend angeboten.

Trockenmauern:

Zur Flächengewinnung und Hangsicherung legten unsere Vorfahren diese Mauern an. Meistens geschah das mit dem vorhandenen Gestein. Die ohne Mörtel oder Zement aufgesetzten Mauern bieten Lebensraum für Eidechsen, Schlingnattern und Insekten. Die frühere kleinräumige Bewirtschaftung der Grundstücke findet heute nicht mehr statt. Deshalb ist das Freihalten und die Wiederherstellung dieser Mauern sehr wichtig.

Hohlwege:

In unserer Landschaft sind die Hohlwege ein prägendes Element. Im abgelagerten Löß haben sich durch regelmäßige Nutzung die Wege immer tiefer in den Boden gesenkt. Die Wandungen der Hohlwege und der Bewuchs bieten durch ihr Kleinklima einen besonderen Lebensraum. Der Verein beteiligte sich an der Kartierung und Beschilderung eines Lehrpfades und kümmert sich um den Erhalt dieser Bodendenkmäler.

Öffentlichkeitsarbeit:

Bildervorträge und Ausstellungen, Exkursionen und Informationstage, aktive Beteiligung am Gemeindeleben und an Veranstaltungen stehen auf dem Jahresplan. Die Mitglieder des Vorstandes arbeiten für die Stadt Bensheim in der Naturschutzkommission und im Klimanetzwerk mit. Auch zu den übergeordneten Verbänden und den benachbarten Ortsgruppen gibt es ständige Kontaktpflege. Wissenschaftler und Studenten der Universitäten Münster, Gießen und Kiel werden bei ihren Exkursionen im Meerbachtal betreut.